{"id":5974,"date":"2018-09-27T10:02:50","date_gmt":"2018-09-27T08:02:50","guid":{"rendered":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/?page_id=5974"},"modified":"2021-06-10T01:02:27","modified_gmt":"2021-06-09T23:02:27","slug":"kultura-i-edukacja","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/kultura-i-edukacja\/","title":{"rendered":"Hilfe f\u00fcr die Kathedrale"},"content":{"rendered":"[vc_row css=\".vc_custom_1403683187490{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;}\"][vc_column]<div class=\"separator_block center\" style=\"margin-bottom:30px;\"><h3>DER ERHALTUNGSZUSTAND DER KATHEDRALE VOR DER RENOVIERUNG (2015) <\/h3><div class=\"separator short\"><div class=\"separator_line\"><\/div><\/div><div class=\"subtitle\" style=\"margin-top:25px;\"><p>(Auszug aus dem Text der Konservierungsprogramme von Prof. Dr. hab. Ireneusz P\u0142uski)<\/p>\n<\/div><div class=\"clearfix\"><\/div><\/div>[vc_column_text css=\".vc_custom_1521104697252{margin-bottom: 40px !important;}\"]Die gotische Kathedrale, die sich in der Umgebung der Befestigungsanlagen aus dem 15. Jahrhundert befindet, ist immer noch ein wichtiges architektonisches Element, das Teil des einzigartigen Aussichtsklimas der Stadt Oppeln ist. Zweifellos sind der unverkennbare Stil und die Bautechnik der mittelalterlichen Kirche eines der herausragenden Beispiele der sakralen Architektur des mittelalterlichen Schlesiens.<\/p>\n<p>Die Dauerhaftigkeit solcher Bauwerke h\u00e4ngt nicht nur von der Bauweise und der Qualit\u00e4t der verwendeten Baustoffe ab, sondern auch von den getroffenen Schutz- und Sicherungsma\u00dfnahmen. Viele Male in der Vergangenheit wurden Renovierungsarbeiten durchgef\u00fchrt, die darin bestanden, aktuelle Bedrohungen innerhalb der mechanischen Zerst\u00f6rung verschiedener architektonischer Teile zu beseitigen, Transformationen vorzunehmen und Arbeiten durchzuf\u00fchren, die das Funktionieren der Kirche verbessern. Aber es war nie ein typisches Konservierungswerk von prophylaktischer Bedeutung, dass es nach heutigem wissenschaftlichen Verst\u00e4ndnis erlaubt, die Lebensdauer der Materialien, aus denen die Kirche gebaut wurde, zu verl\u00e4ngern und stilistische \u00e4sthetische Werte hervorzuheben.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1515586733108{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;background-color: #516fb4 !important;}\"][vc_column][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104729713{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>FASSADE<\/strong><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ffffff;\">Der allgemeine Erhaltungszustand der Kirchenfassade ist als sehr schlecht zu bezeichnen, obwohl er von Geb\u00e4udeteil zu Geb\u00e4udeteil unterschiedlich ist. Keines der architektonischen Elemente, mit Ausnahme der T\u00fcrme und Veranda aus dem 19. Jahrhundert, ist in seinem urspr\u00fcnglichen Zustand erhalten geblieben, zumindest in seiner urspr\u00fcnglichen architektonischen Form und Struktur.<\/span><\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1403683187490{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\"][vc_single_image image=\"5447\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_empty_space height=\"150\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104743108{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">Korpus<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Die gesamte Fassade des Korpus, sowohl auf der S\u00fcd- als auch auf der Nordseite, ist stark mit neueren Maschinensteinen \u00fcberlagert, so dass sein Erhaltungszustand im gesamten, bis heute erhaltenen, architektonisch-gotischen Komplex relativ am besten ist. Falsche und nicht stilechte Fenster sind an den R\u00e4ndern von Streifen aus wei\u00dfem Putz umgeben.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1515056322448{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;background-color: #f7f7f7 !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\"][vc_empty_space height=\"50\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104768018{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">Chor<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Im gr\u00f6\u00dften Teil des Chorraums befindet sich ein authentischer gotischer, gebrannter Ziegelstein, aber die W\u00e4nde sind stark umgebaut und mit Maschinenziegeln ausgebessert, zumindest in zwei historischen Perioden. Alle oberen Teile der St\u00fctzpfeiler sind aus einem neuen Ziegelstein gebaut. Die Wassernasen waren Dachziegeln bedeckt. Die Fenster sind f\u00e4lschlicherweise von einem verputzten Band umrandet. An Stelle besch\u00e4digter Steinplatten wurden einige Fensterb\u00e4nke mit Beton erg\u00e4nzt. Die W\u00e4nde des Chorraumes von der Nordseite her sind viel weniger gut erhalten, so dass der gr\u00f6\u00dfere Umfang des Mauerwerkverbandes aus neueren Maschinenziegeln besteht. In den letzten Jahren ist die \u00e4u\u00dfere Basis des Chorsockels von der Westseite her v\u00f6llig nachl\u00e4ssig mit zeitgen\u00f6ssischen Ziegelsteinen, die farblich nicht dem Original angeglichen und nicht an die Struktur der St\u00fctzen angepasst wurden, ersetzt worden. Die urspr\u00fcnglichen Fugen des gesamten historischen Teils des Chorraums sind nicht erhalten geblieben. Der sp\u00e4ter flach und nachl\u00e4ssig aufgebrachte Sandkalkstein ist stark besch\u00e4digt bzw. mit schwarzer, sch\u00e4dlicher atmosph\u00e4rischer Patina bedeckt.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_single_image image=\"5448\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1403683187490{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\"][vc_single_image image=\"5702\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_empty_space height=\"90\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104792116{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">Kapelle<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Die Mauerkr\u00e4nze der Kapelle sind weitgehend in Form einer Bogenwand mit verputzten und bemalten halbkreisf\u00f6rmigen wei\u00dfen Nischen wiederaufgebaut. Die wei\u00dfe Einf\u00e4rbung der Nischen reduziert die \u00c4sthetik der Kapellenfassade erheblich. Die W\u00e4nde der Kapellenfassade wurden im 19. Jahrhundert mit einem neueren Maschinenziegel eingefasst. Der deutlich sichtbare urspr\u00fcngliche Mauerwerksverband zeichnet sich durch einen schlechten Erhaltungszustand aus. Schmutz, schwarze, falsche Patina, und nachl\u00e4ssig ausgef\u00fchrte Fugenf\u00fcllungen verschlechtern die \u00c4sthetik des Mauerwerks. Die Fensterglyphen sind mit Zementm\u00f6rtel verputzt. Der feste M\u00f6rtel ist stark befeuchtet, rissig, mit der Tendenz zum Abfallen. Geschmiedete Metallgitter in den Fenstern wurden mit \u00e4sthetisch wenig ansprechenden Korrosionsschutzlacken gesch\u00fctzt.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1515056312499{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;background-color: #f7f7f7 !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\"][vc_empty_space height=\"90\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104813300{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">Sakristei<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, parallel zur \u00dcbergabe der beiden Kircht\u00fcrme von der Westseite an den Kirchenkorpus. Der Erhaltungszustand der Ziegel ist im Allgemeinen gut, obwohl sie teilweise mit einer sch\u00e4dlichen Patina bedeckt sind. Einige Fragmente der Mauerwerksverb\u00e4nde sind mit Zementm\u00f6rtel verfugt. Die Fensterb\u00e4nke bestehen aus Beton, in die in sp\u00e4teren Jahren Metallgitter eingebaut wurden.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_single_image image=\"5601\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1403683187490{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\"][vc_single_image image=\"5430\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_empty_space height=\"30\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104852792{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">T\u00fcrme<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Im Jahre 1899 wurden an der westlichen Hauptfassade zwei symmetrische neugotische T\u00fcrme errichtet. Beide T\u00fcrme wurden in das alte Mauerwerk der urspr\u00fcnglich romanischen und sp\u00e4ter gotischen Kirche integriert. Davon zeugen gro\u00dfe Fragmente von W\u00e4nden, die aus wendischem - und polnischem Mauerwerksverband bestehen. Und diese Teile der Mauern beider T\u00fcrme zeigen das schlechteste Verhalten. Die urspr\u00fcnglichen Ziegelsteine der romanischen und gotischen Applikatoren wurden beim Bau der T\u00fcrme stark mit keramischen Formen \"durchsetzt\". Einen besonders ung\u00fcnstigen \u00e4sthetischen Eindruck machen die Maschinenbausteine, die heller gef\u00e4rbt sind.\u00a0 Die gesamten W\u00e4nde in den unteren Teilen der T\u00fcrme wurden mehrfach verfugt, leider fehlerhaft in Bezug auf Struktur, Farbe, Struktur und Form der Fugen. Aufgrund der stark fragmentierten architektonischen Formen der T\u00fcrme f\u00fchrt das unkontrolliert durch die W\u00e4nde flie\u00dfende Regenwasser zu zahlreichen Schlieren, zum Waschen der Ziegelfl\u00e4chen, zum Auswaschen von M\u00f6rtel und Abbrennen des Putzes. Schlecht eingesetzte Wasserspeier und ein vielleicht nicht gut durchdachtes System der Ableitung von Regenwasser von den Ebenen der T\u00fcrme vervollst\u00e4ndigt das Ausma\u00df der Sch\u00e4den.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1515056299664{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;background-color: #f7f7f7 !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\"][vc_empty_space height=\"70\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104872743{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">Epitaphien<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>An den W\u00e4nden der Kirche, haupts\u00e4chlich Kapelle und Chorraum, befinden sich 11 Epitaphien, darunter 8 Gusseisen, 1 Marmor und 2 aus por\u00f6sen Steinen (Kalkstein und Sandstein). Die Metallepitaphien sind in keinem guten Zustand. Das Gusseisen ist stark korrodiert, mit zahlreichen frischen Rostflecken und mechanischen Verlusten (Lochfra\u00df). Insbesondere der schlechte Erhaltungszustand zeigt das steinerne Barockepitaph von Heinrich Ziegler aus por\u00f6sem Kalkstein. Geringe, aber zahlreiche L\u00f6cher im Stein und eine sichtbare Aufl\u00f6sung des Steinkorns lassen eine weiter fortschreitende Degradation des Epitaphs vermuten. Zwei Steinepitaphien, die auf verputzten Ziegelmauern im Inneren der Kirche angebracht sind, weisen erhebliche, haupts\u00e4chlich mechanische Sch\u00e4den auf. Es gibt f\u00fcnf historische Epitaphien (gotisch und barock), alle aus Stein mit schwerwiegenden, haupts\u00e4chlich mechanischen Sch\u00e4den, die sich in der Mauer befinden, die den Kirchplatz auf der s\u00fcdwestlichen Seite umgibt.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_single_image image=\"5431\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1515587062682{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;background-color: #516fb4 !important;}\"][vc_column][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104903020{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>IM INNEREN DER KATHEDRALE<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">Das Innere der Kathedrale zum Heiligen Kreuz in Oppeln ist ein unsch\u00e4tzbares kulturelles Erbe in Form einer wertvollen gotischen architektonischen Artikulation von Mauern und Zwischens\u00e4ulen. Trotz historischer Umbauten und wenig wertvoller Putzm\u00f6rtel hat sich der Innenraum den Charakter eines gotischen Interieurs bewahrt, der typisch f\u00fcr die \"gro\u00dfen\" schlesischen Kathedralen ist.<\/span>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1403683187490{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\"][vc_single_image image=\"5429\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104947814{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">W\u00e4nde und S\u00e4ulen<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Die mechanische Zerst\u00f6rung der Ziegelsteine resultierte aus aufeinanderfolgenden Br\u00e4nden der Kirche (in den Jahren: 1415, 1446, 1615), Befreiungsk\u00e4mpfen und zahlreichen Umwandlungen der Au\u00dfen- und Innenw\u00e4nde der Geb\u00e4ude (in den Jahren: 1470, 1518, 1555-1557, 1617, 1652, 1836, 1882, 1897-1902, 1905, 1963-66). Einige der Sch\u00e4den waren betr\u00e4chtlich und schwerwiegend. Die Zerst\u00f6rung von Ziegelsteinen an offenen und unverputzten W\u00e4nden erfolgte jedoch langsam und hing vom normalen Alterungsprozess der Baustoffe ab. An den B\u00f6gen der beiden \u00f6stlichen Seitenschiffe sind nun Zerst\u00f6rungen von Ziegelf\u00e4den und Fugenm\u00f6rteln sichtbar. Ehemals stark besch\u00e4digte W\u00e4nde der Oppelner Kirche, die im Laufe der Zeit nachgebessert wurden, wurden einem radikalen Verfahren unterzogen, bei dem das gesamte Innere mit einer dicken Schicht aus Kalk und Zementm\u00f6rtel verputzt wurde. Auf diese radikale Weise wurden die zerst\u00f6rten Ziegelverb\u00e4nde verdeckt, so dass das Innere von der urspr\u00fcnglichen \u00e4sthetischen Erscheinung der gotischen Kirche weit entfernte. Die physikalisch-chemischen Prozesse, die aufgrund von Wasser in verschiedenen Konzentrationsstufen ablaufen, f\u00fchrten zur Rekristallisation von Salzen, was bei den abdichtenden Zementputzen zu einer Lockerung der Bindekraft an den Ziegelsteinen f\u00fchrte. Die Abflachung von W\u00e4nden und Pfeilern mit dicken Putzschichten ver\u00e4nderte nicht nur die \u00c4sthetik des Innenraums, sondern f\u00fchrte in weiterer Folge auch zur Feuchtigkeit der unteren W\u00e4nde und zum sichtbaren Zerfall von Ziegelsteinen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1515056312499{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;background-color: #f7f7f7 !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\" css=\".vc_custom_1517224571999{padding-top: 50px !important;}\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521104984540{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">Sgraffito von Stanis\u0142aw Szmuc<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Im Jahre 1963 wurde mit einer gr\u00fcndlichen Regotisierung des Innenraums begonnen, um die urspr\u00fcngliche \u00c4sthetik der Ziegelmauern wiederherzustellen. Die Restaurierungsarbeiten wurden von P. Pie\u0144kowski aus Krakau geleitet, w\u00e4hrend die Innenarchitektur dem K\u00fcnstler Stanis\u0142aw Szmuc aus Krakau anvertraut wurde. Der K\u00fcnstler wurde damals besonders f\u00fcr seine zahlreichen k\u00fcnstlerischen Projekte in sakralen Innenr\u00e4umen gesch\u00e4tzt. 1911 in Wysoka bei \u0141a\u0144cut geboren, k\u00e4mpfte er im September 1939 in Rum\u00e4nien, wurde interniert, und half als Soldat des Untergrundes, Menschen in die Slowakei zu bringen. Nach dem Krieg wurde ein Mitglied der Gesellschaft der Freunde der Sch\u00f6nen K\u00fcnste stand er zuerst mit Rzesz\u00f3w, dann mit Krakau in Verbindung, und wurde wahrscheinlich dort von Bischof Franciszek Jop, dem Oppelner Ordinarius, entdeckt. W\u00e4hrend der Konservierungsarbeiten in den 1960er Jahren wurde versucht, den gesamten Putz zu entfernen, um die Sch\u00f6nheit der gotischen Mauern im Inneren der Kirche zu zeigen. Da der Ziegelstein jedoch an einigen Stellen der W\u00e4nde stark korrodiert war, entschied man sich f\u00fcr einen R\u00fcckputz, auf den der K\u00fcnstler Stanis\u0142aw Szmuc religi\u00f6se Szenen in der damals modischen Sgraffito-Technik platzierte. An der Nordwand des Tempels befindet sich daher eine Szene, in der das Heilige Kreuz von Kaiserin Helena gefunden wurde. Die drei Kreuze in der Kalvarienberg-Szene zeigen, wie schwierig es ist, die Echtheit des Kreuzes, das Christus geh\u00f6rt, festzustellen. Die L\u00f6sung f\u00fcr diese Schwierigkeit wurde im zweiten Band dieses Sgraffitos vorgestellt, n\u00e4mlich durch Ber\u00fchren des Kranken mit dem Kreuz, dem es seine Gesundheit wiederherstellte. An der S\u00fcdwand \u00fcber der Piasten-Kapelle wurde das letzte Abendmahl dargestellt. Auf dem Weg zum Musikchor auf gleicher H\u00f6he pr\u00e4sentierte er die Figur des heiligen Adalbert, der heiligen Jadwiga und des seligen Stanislaus mit dem Kreuz. Der heilige Jacek mit der Figur der Madonna und des seligen Stanislaus schlie\u00dfen das ganze Werk ab. S. Szmuc entwarf auch Buntglasfenster im n\u00f6rdlichen und s\u00fcdlichen Kirchenschiff. Das Werk von S. Szmuc wird in der zeitgen\u00f6ssischen Kunst der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts hoch gelobt. Bei der Bewertung der dekorativen Sgraffitkunst in der Kathedrale von Oppeln hat sie jedoch ihren historischen Wert, der mit der j\u00fcngeren Geschichte der Kirche und der Erinnerung an den K\u00fcnstler verbunden ist.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\" css=\".vc_custom_1517224719172{padding-top: 50px !important;}\"][vc_empty_space height=\"100\"][vc_single_image image=\"5428\" img_size=\"full\" alignment=\"center\"][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1403683187490{padding-top: 50px !important;padding-bottom: 60px !important;}\"][vc_column width=\"1\/2\" css=\".vc_custom_1517224663748{padding-top: 90px !important;}\"][vc_single_image image=\"5426\" img_size=\"full\"][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1521105008105{margin-bottom: 40px !important;}\"]\n<h4><strong><span style=\"color: #516fb4;\">Kapelle<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Im s\u00fcdlichen Teil der Kathedrale befindet sich die Piastenkapelle, die um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert erbaut wurde und mit einem Kreuzrippengew\u00f6lbe mit Steinrippen und glatten, runden Gurtb\u00f6gen bedeckt ist. In ihrem zentralen Teil befindet sich ein Grabstein von Johann dem Guten, dem letzten der Oppelner Piastenlinie, der den Bau der ehemaligen Heiligenkreuz Stiftskirche, der heutigen Kathedrale, finanzierte. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite der Kirche zur Piastenkapelle befindet sich die Hl. Jadwiga-Kapelle, die um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert errichtet wurde, mit einem Doppelsterngew\u00f6lbe aus Ziegelsteinen, profilierten Rippen und zwei steinernen Rundbr\u00fccken mit geschnitzten und bemalten Oberfl\u00e4chen. Ein Schlussstein zeigt ein goldenes IHS-Monogramm, umgeben von Strahlen auf wei\u00dfem Grund, der zweite Schlussstein - eine goldene Taube im Heiligenschein auf wei\u00dfem Grund. Hier steht der Altar der Hl. Jadwiga, der 1966 aus dem Hauptschiff verlegt wurde. Auf ihm befinden sich drei Statuen, die die Hl. Jadwiga (in der Mitte), den seligen Czes\u0142aw (rechts) und den Hl. Jacek (links) darstellen. Eine weitere Kapelle ist die St. Anna-Kapelle aus der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert, die sich im n\u00f6rdlichen Teil der Kirche befindet und mit einem Kreuzgew\u00f6lbe mit sph\u00e4rischer Kuppel bedeckt ist. Der Zugang zur Kapelle erfolgt \u00fcber eine halbkreisf\u00f6rmige Arkade mit einem barocken, geschmiedeten, vergoldeten Gitter mit einem Motiv der Epoche und stilisierten Bl\u00e4ttern, signiert 1635. Die Kapelle ist bis auf die Arkaden komplett verputzt. Es gibt einen Altar mit einem Gem\u00e4lde von Johan Franz de Backer, das die Heilige Anna und Jesus Christus darstellt. Die gro\u00dfe Sakristei, in ihrer heutigen Form aus der zweiten H\u00e4lfte des 17. Jahrhunderts, ist mit einem Spiegelgew\u00f6lbe aus dem Jahr 1653 bedeckt, mit einem ovalen Plafond in der Mitte und flachen Gurten entlang der N\u00e4hte. Gleichzeitig ist es der einzige Raum der Kirche, in dem die barocke Innenarchitektur zu sehen ist. Die kleine Sakristei ist mit zwei B\u00f6gen des quer zur Kirchenachse angeordneten Kreuzrippengew\u00f6lbes mit Steinbr\u00fccken und Rippenst\u00fctzen versehen. Der Raum ist gr\u00f6\u00dftenteils verputzt und gewei\u00dft, mit Ausnahme eines Ziegelverbands, der im oberen Teil der Nordwand freigelegt ist.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\".vc_custom_1515058111005{margin-bottom: 0px !important;padding-top: 50px !important;padding-bottom: 20px !important;background-color: #ffd962 !important;}\"][vc_column][vc_column_text]\n<h3 style=\"text-align: center; font-size: 36px;\"><span style=\"color: #ffffff;\">Wir blicken mit Respekt <span style=\"color: #516fb4;\">vor der Vergangenheit in die Zukunft<\/span><\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kathedrale zum Heiligen Kreuz ist ein w\u00fcrdiger Zeuge jahrhundertealter Geschichte. Die Kirche erlebte, genau wie die Stadt, zahlreiche Kriege, Br\u00e4nde und Epidemien, unter denen Oppeln und\u00a0 ganz Oberschlesien gelitten haben. Die \u00e4ltesten Teile der Kirche stammen aus der Zeit der Oppelner Piasten. Die Oppelner Kathedrale ist heute die wichtigste Kirche der Di\u00f6zese Oppeln und ein erkennbares Zeihen der Stadt.<\/p>\n<p>Der \u00dcberlieferung nach wurde hier die erste Kirche in den Jahren 1002-1005, zur Zeit des sp\u00e4teren polnischen K\u00f6nigs Boles\u0142aw I. den Tapferen, errichtet. Im Jahr 1024 schenkte der Breslauer Bischof Klemens<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"page-fullwidth.php","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-5974","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5974"}],"version-history":[{"count":83,"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5974\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6630,"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5974\/revisions\/6630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renowacja.katedraopolska.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}